Effektiver gegen Verursacher von wildem Müll vorgehen

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Dieser Anblick ist leider an vielen Stellen in der Stadt zu sehen. Die Verwaltung muss gemeinsam mit den Bürgern eine Strategie erarbeiten und den öffentlichen Raum zurückgewinnen.

Die SPD will, dass Müllsünder, die ihren Abfall einfach irgendwo in der Stadt abladen, gezielter verfolgt werden. Dazu soll die Verwaltung ein Konzept vorlegen. Es genügt nicht, illegal entsorgten Müll einzusammeln, Ziel muss es sein, die illegalen Müllablagerungen zu verringern.

 
Stadtrat Thorsten Riehle: „Wir wollen, dass die Verwaltung z. B. durch gezielte Nachfrage in der Nachbarschaft und Recherchen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Abfallwirtschaft Verursacher von Müll aufspürt, sie anspricht und auf die Möglichkeiten der Entsorgung hinweist. In etlichen Fällen beruht illegal entsorgter Müll wohl auch auf Unkenntnis der Möglichkeiten, die die Stadt zur Abfallentsorgung bietet. Als letztes Mittel wäre auch an den  Einsatz sog. Mülldetektive zu denken.“
 
Der Stadtrat verweist darauf, dass es in erster Linie darum gehe, Müllablagerungen zu verhindern und nicht nur darum, illegalen Müll einzusammeln, wie es die schnelle Eingreiftruppe der Müllabfuhr seit über einem Jahr erfolgreich tut. Derzeit beschränke sich das Handeln lediglich auf die Entsorgung. Das mache dauerhaft aber keinen Sinn. Riehle: „Wenn es nicht gelingt, durch gemeinsame Anstrengungen ein anderes Bewusstsein für den öffentlichen Raum zu schaffen, werden wir den Kampf gegen die Vermüllung unserer Straßen und Plätze verlieren. Leider gibt es hier keinerlei Anstrengungen von Seiten der zuständigen Fachverwaltung.“
 
Riehle weiter: „Es ist wichtig, die Nachbarschaften, die unter den dauerhaften Müllplätzen im Stadtgebiet leiden, für das Thema zu sensibilisieren und mit ihnen geeignete Maßnahmen zu planen und durchzuführen. Das kann von der nachbarschaftlichen Ansprache bis hin zu gemeinsamen kleinräumigen Putzaktionen alles Mögliche sein. Ziel muss es sein, die Aufmerksamkeit für den öffentlichen Raum zu stärken.“
 
Dazu werde Personal benötigt, das die Möglichkeit hat, den Müllablagerungen nachzugehen, Kontakte zu pflegen und Netzwerke aufzubauen. Die Gespräche mit den Bürgerinnen und Bürgern in nahezu allen Stadtteilen zeigten, dass dafür eine Strategie notwendig ist.